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Betriebsausflug des LfA: Zu Gast bei den Kirchberger Bergbrüdern

Der diesjährige Betriebsausflug des Landesamtes für Archäologie Sachsen führte ins Bergbaugebiet Schneeberg, seit diesem Jahr Bestandteil des UNESCO-Welterbes. Die mittelalterliche Bergstadtwüstung Fürstenberg im Hohen Forst bei Kirchberg war Ziel des Ausflugs.

Nach Ankunft der LfA-Belegschaft erläutern Christiane Hemker und Wolfgang Prehl am Vereinshaus der Bergbrüder den Programmablauf und geben eine Einführung (© LfA Sachsen).
Eine Gruppe von fünf Personen in blauer Outdoor-Kleidung geht auf einem Waldweg. Eine Person hält ein Smartphone und filmt. Im Hintergrund sind parkende Autos und Bäume sichtbar. Die Atmosphäre wirkt freundschaftlich und entspannt.
Christoph Lobinger stellt die Applikation zur virtuellen Darstellung des untertägigen Bergbaus in Dippoldiswalde vor (© LfA Sachsen).
Ein grünes Schild zeigt den Weg zum „Natur- und Bergbaulehrpfad“ in Richtung „Zum Hohen Forst“. Es enthält ein Symbol eines Hauses und eine grüne diagonale Markierung.
Der Natur- und Bergbaulehrpfad wurde ehrenamtlich durch den Verein erstellt und führt durch das umliegende Waldgebiet (© LfA Sachsen).
Eine Gruppe von Menschen wandert einen Waldweg entlang, umgeben von hohen Bäumen und grüner Vegetation. Die Teilnehmer tragen verschiedene Jacken und Rucksäcke, während sie in Richtung des Waldes gehen.
Auf dem Weg zu Turmhügelburg und Bergstadt… (© LfA Sachsen).
Eine Gruppe von Personen steht in einem Wald. Einige halten Kameras, während andere auf einen Mann in blauer Jacke schauen, der ein Foto macht. Die Szene vermittelt eine Wanderung oder Naturbeobachtung in einer bewaldeten Umgebung.
… an deren Wall-Graben-Anlage Matthias Schubert Form und Funktion des Bodendenkmals erklärt (© LfA Sachsen).
Ein lichtdurchfluteter Wald mit hohen, schlanken Bäumen. Das Sonnenlicht fällt durch die Baumkronen und wirft Schatten auf den Boden, der mit Gras und kleinen Steinen bedeckt ist. Der Wald vermittelt eine ruhige und natürliche Atmosphäre.
Blick auf das sogenannte „Bergmeister-Areal“, einem extra umfriedeten Bereich innerhalb der Wall-Graben-Anlage (© LfA Sachsen).
Eine weite Landschaft mit sanften Hügeln, Wäldern und Feldern. Im Vordergrund ein Acker, gefolgt von einem Dorf mit mehreren Häusern und einer Kirche, eingebettet in die grüne Umgebung. Der Himmel ist bewölkt, was eine ruhige, aber stimmungsvolle Atmosphäre schafft.
Aussicht vom Lehrpfad auf Langenweißbach, OT Weißbach (© LfA Sachsen).
Eine Gruppe von Menschen mit Schutzhelmen steht in einem dunklen Stollen. Sie warten, während sie einer Führung durch die Höhle folgen. Die Wände sind aus Felsen und Holzstämme sind quer über den Gang angebracht. Das Licht einer Lampe beleuchtet den Bereich.
Untertage im aufgefahrenen Stolln (© LfA Sachsen).
Topographische Karte mit Höhenlinien. Markierungen 1, 2 und 3 zeigen spezifische Orientierungspunkte auf dem Gelände. In der Nähe befinden sich die Ortsnamen "Hechtlöh" und "Engländerstolln". Die Karte enthält auch Maßstab und Nordpfeil.
Kombination von topografischer Karte und LiDAR-Oberflächenmodell: 1 Wall-Graben-Anlage; 2 Pingenzug; 3 Turmhügelburg (© LfA Sachsen und GeoSN).

Die wüst gefallene Bergstadt mit ihrem imposanten umfassenden Graben und die unmittelbar benachbarte Turmhügelburg sowie das Vereinsbergwerk „Engländerstolln“ – Relikt des mittelalterlich-neuzeitlichen Bergbaus als auch der Zwangsarbeit englischer Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg – werden ehrenamtlich von den Kirchberger Bergbrüdern (Kirchberger Natur- und Heimatfreunde des NABU Deutschlands, Ortsgruppe Kirchberg e. V.) betreut, die in unzähligen Stunden sowohl die Besichtigung des Vereinsbergwerks ermöglicht, als auch einen Natur- und Bergbaulehrpfad eingerichtet haben. Christiane Hemker, Heide Hönig, Matthias Schubert sowie die Bergbrüder – stellvertretend sei hier ihr Vorsitzender Wolfgang Prehl genannt – führten ober- und untertägig durch das Gelände.

Neben der Besichtigung des Stollnsystems und des obertägig sichtbaren Bodendenkmals bestand die Möglichkeit, den mittelalterlichen Bergbau in Dippoldiswalde virtuell per App erleben zu können (vorgestellt vom Projekt VirtualArch, Christoph Lobinger und Christine Splissgart), als auch – direkt am Bodendenkmal – virtuelle Rekonstruktionen einer mittelalterlichen Turmhügelburg und einer mittelalterlichen Bergstadt durch eine VR-Brille zu betrachten.

Ein gemeinsames Mittagessen mit vielfältigen Möglichkeiten zu Diskussion und Nachfrage rundete das Programm ab, bevor die Reise zurück nach Dresden, nicht ohne Zwischenstopp beim HARIBO Fabrikverkauf in Wilkau-Haßlau, ging.

Allen Organisatoren und Mitwirkenden, insbesondere den Kirchberger Bergbrüdern, sei herzlich gedankt!