Projekt ArchaeoTin, Teil 1: Methodenüberblick
Projekt ArchaeoTin, Teil 2: Aufgaben, Forschungsfragen und - ziele
Palynologie. Das Moor ist mein Archiv
Dendrochronologie. Holz-Jahrringanalysen
Historische Archivrecherchen. Bergbuch von Krupka
Anthrakologie. Historische Holzkohlemeiler
Archivrecherchen. Neuer Blick auf alte Funde
Archäometallurgie. Bedeutung von Zinngehalten
Montanarchäologie. Untersuchungen im Gelände
Dem mittelalterlichen Bergbau auf der Spur
Mehr als anderthalb Jahre verfolgte das Team von Petr Mikšíček von Best Sequence die Arbeit des internationalen und interdisziplinären Projektes ArchaeoMontan, das sich mit der Erforschung, Dokumentation und Präsentation von mittelalterlichen Bergbaurelikten im Erzgebirge befasst. Unter und über Tage, im Wald und in der Stadt, im Büro, im Labor aber auch im Archiv…welche sind die wissenschaftlichen Methoden und gibt es etwa Ähnlichkeiten zu der Arbeit der mittelalterlichen Prospektoren oder gar Bergleute?
Silberrausch und Berggeschrey
Gegen 1200 befindet sich die Markgrafschaft Meißen in einem Silberrausch. Kurz vorher hat Markgraf Otto die Bergfreiheit gewährt, wodurch es jedermann freisteht, nach Edelmetallen zu schürfen. Diese Nachricht löst das „Erste Berggeschrey“ aus und bringt einen Strom von Glückssuchern ins Erzgebirge. Es entstehen vielerorts Bergwerke und Bergstädte, die dem Markgrafen so viel Wohlstand bescheren, dass er später als Otto der Reiche in die Geschichtsbücher eingeht.
Auf Silbersuche
Nach den ersten Silberfunden bei Christiansdorf, dem späteren Freiberg in Sachsen, um 1168 bricht im Erzgebirge das Silberfieber aus. Später wird diese Epoche als das „Erste Berggeschrey” bekannt werden. Prospektoren, auf der Suche nach weiteren Erzvorkommen, durchstreiften die Hügel und Täler. Wie man sich diese Silbersuche vorzustellen hat, zeigt dieser kurze Filmbeitrag des Ziel 3-Projektes ArchaeoMontan zur Geologie und mittelalterlichen Prospektion.
Dendrochronologie
Datierungen sind für die Archäologie von größter Wichtigkeit. Nur wenn das Alter einer Fundstelle genau bekannt ist, kann sie richtig eingeordnet werden. Das präziseste Verfahren, das hierfür zur Verfügung steht, ist die dendrochronologische Datierung. Mit dieser Datierungsmethode können bis zu 14.000 Jahre alte Hölzer jahrgenau datiert werden.
Dieser Film erklärt die Grundlagen und zeigt die Anwendung in der Montanarchäologie im Erzgebirge, wo sich zahlreiche Hölzer in mittelalterlichen Bergwerken hervorragend erhalten haben.
Die beschriebene Methode wird, neben anderem, auch im Rahmen des internationalen Ziel 3-Projektes ArchaeoMontan verwendet.
Neuer Film über das Projekt ArchaeoMontan:
Archäologie mit Drohne und Laser
Im Zuge des mittelalterlichen „ersten Berggeschreys“ entstanden im Erzgebirge viele Bergstädte, die nach einer kurzen Blüte häufig wieder aufgegeben wurden.
Das Ziel 3-Projekt ArchaeoMontan erforscht einige dieser untergegangenen Orte, wie die wüste Stadt Fürstenberg/Hohenforst bei Kirchberg in Sachsen und die neuentdeckte Siedlung Kremsiger (Bez. Chomutov/Komotau) in Tschechien.
Während auf dem Kremsiger archäologische Grabungen stattfinden, wird im Hohenforst eine Dokumentation mit nichtinvasiven Mitteln durchgeführt. Welche Methoden und Instrumente dabei eingesetzt werden, stellt dieser kurze Film von SpiegelOnline vor.

