Das 12. Jahrhundert stellt für den Wald des Erzgebirges eine Zäsur dar! Durch den Beginn des prosperierenden Silberbergbaus und des Hüttenwesens wird Holz als Baustoff und einziger Energieträger in zuvor ungekanntem Maßstab benötigt und führt zu einem entsprechenden Nutzungsdruck. Zu den Zeugen dieses Landschaftswandels gehören Holzfunde aus den Bergwerken, Holzkohlen aus Kohlemeilern, aber auch Auenlehme, die von den Hängen erodiert und in den Tälern abgelagert wurden.
Durch die Zusammenführung dieser Quellengattungen im Rahmen der intensivierten Forschungen ist es in den letzten Jahren gelungen, bislang einmalige Einblicke in die Veränderung der Landschaft seit dem Mittelalter zu erhalten. Gleichzeitig weisen diese Quellen auch den Weg in Richtung neuer methodischer Ansätze zur Rekonstruktion von Klimaveränderungen und Umweltbelastungen, die keineswegs nur ein Phänomen der Neuzeit sind.
Dr. Johann Friedrich Tolksdorf vom Projekt ArchaeoMontan (Landesamt für Archäologie Sachsen) stellt im Rahmen der Vortragsreihe zur Ausstellung "Silberrausch und Berggeschrey" die Problematik des Landschaftswandels und der Klimaveränderungen aus archäologischer Sicht vor.
Wann:
21.05.2017, um 15 Uhr
Wo:
Klosterpark Altzella
Zellaer Straße 10
01683 Nossen
Mehr zur Ausstellung finden Sie <link http: www.archaeomontan.eu wanderausstellungputovni-vystava.html external-link-new-window external link in new>hier.


