Unser Wissen um die mittelalterliche Bergbaugeschichte ist das Ergebnis ganz unterschiedlicher Untersuchungsansätze und das gemeinsame Werk vieler beteiligter Wissenschaftler. Um die unterschiedlichen Arbeitsschritte und Methoden des Projektes zu illustrieren, wird der Filmemacher Petr Mikšíček das ArchaeoMontan-Team in den kommenden Monaten mit der Kamera begleiten. Am Ende soll ein Film entstehen, der den Besuchern der Infopunkte in Krupka und Dippoldiswalde einen authentischen Einblick in die Arbeit aller Beteiligten ermöglicht.
Den Anfang machten am 7. Juli ganz handfeste Arbeiten auf einer Fundstelle im oberen Erzgebirge bei Olbernhau. Hier war in der unmittelbaren Nähe einer mittelalterlichen Siedlung eine kleine Moorfläche entdeckt worden. Ihre langsam wachsenden Torfschichten könnten ein ausgezeichnetes Archiv für die Umweltentwicklung der letzten Jahrhunderte darstellen. Daher wurde eine Beprobungsgrube angelegt und mit großen Metallstechkästen Proben für eine Analyse der Pollen, der Holzkohle, der Bodeneigenschaften und zur Altersbestimmung entnommen. Die Kamera konnte dabei Bilder und kurze Interviews mit den Beteiligten einfangen, die einen Einblick gewähren, dass die manchmal schweißtreibende Arbeit über und unter Tage am Anfang aller wissenschaftlichen Analysen steht.

