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Exkursion des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. zu den Zinnseifen von Schellerhau und der wüsten Bergbausiedlung „Vorderer Grünwald“

Eine Gruppe von sechs Personen steht im Wald um eine ausgegrabene Stelle herum, die mit grünen Tüchern und Pflanzen bedeckt ist. Eine Person zeigt mit der Hand auf ein bestimmtes Objekt oder eine Stelle, während die anderen aufmerksam zuhören. Die Umgebung ist bewaldet und grün.
Dipl.- Arch. Matthias Schubert erläutert die archäologischen Untersuchungsmethoden an einem historischen Meiler in der wüsten Bergbausiedlung „Vorderer Grünwald“. © Roots (Heide Hönig)

Anlässlich des Jahrestreffens des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. organisierte das Landesamt für Archäologie Sachsen am 5. Mai 2024 eine Exkursion zum Thema „Montanarchäologie im Osterzgebirge“. Unter der fachkundigen Führung von Dipl.-Arch Matthias Schubert vom LfA, konnte den insgesamt 25 Teilnehmer im „Vorderen Grünwald“ bei Schönfeld die Relikte der wüsten Bergbausiedlung aus dem 13. Jahrhundert mit den Überresten von Grubenhäusern, Meilern und Pingen nahegebracht werden. Anhand digitaler Geländemodelle (DGM), historischer Karten und archäologischen Funden erläuterte M. Schubert die wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden vor Ort. Anschließend führte die Exkursion nach Schellerhau zu den prä- und historischen Zinnseifen, die im Rahmen des ArchaeoTin-Projektes untersucht werden. Mithilfe des digitalen Geländemodells sowie einer anschaulichen Rekonstruktion des bronzezeitlichen Seifenbergbaus auf Zinn waren die charakteristischen Abbauformen einer Seife im Gelände für die Teilnehmer gut zu erkennen.