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Der Wald um Dippoldiswalde im 12. und 13. Jahrhundert – Ergebnisse dendrologischer Untersuchungen an Bergbauhölzern.

Am 30. April 2024 um 19:00 wird Grit Neubauer mit ihrem Vortrag im Lohgerber-Museum gastieren.

Ein hölzernes Fundament liegt auf dem Boden einer Höhle, umgeben von Erde und Steinen. Ein Maßstab zur Größenbestimmung ist sichtbar, zusammen mit einem Pfeilsymbol, das auf die Richtung hinweist. Diese Szene deutet auf archäologische Ausgrabungen hin.
Haspel in situ aus Dippoldiswalde © Y. Hoffmann (LfA)

Die hochmittelalterlichen Bergwerke von Dippoldiswalde sind einzigartig in Europa. Archäologen des Landesamtes für Archäologie konnten gemeinsam mit den Bergsicherungsfirmen eine Vielzahl sehr gut erhaltener Grubenhölzer aus dem 12. bis 13. Jahrhundert aus den Schächten und Stollen dokumentieren und bergen. Diese Hölzer geben nicht nur Einblick in die faszinierende 800 Jahre alte Bergbautechnik, sondern ermöglichen uns als „Wald unter Tage“ Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des oberirdischen Waldes.

Anatomische und dendrochronologische Untersuchungen von mehr als 2.000 geborgenen Hölzern geben Aufschluss darüber, welchen Wald die Bergleute vorfanden, als sie Mitte des 12. Jahrhunderts in Dippoldiswalde ankamen. Darüber hinaus wird sichtbar, wie sich die Waldzusammensetzung und Landnutzung während 100 Jahren intensiver bergbaulicher Tätigkeit verändert haben.

Gerne können Sie sich hier verbindlich für die Teilnahme als Gast am Vortrag anmelden.