Durch den kollegialen Austausch mit der Bergsicherung Freital und den Bergleuten in Dippoldiswalde ergibt sich für das ArchaeoMontan-Team in Dresden die Möglichkeit, Erzproben, die im Zuge der Sanierungsarbeiten in Dippoldiswalde gesammelt wurden, zu begutachten.
Über Jahre hinweg konnte Thomas Witzke (Bergsicherung Freital GmbH) Erzreste bei den Aufwältigungsarbeiten der hochmittelalterlichen Bergwerke beobachten, beproben und in weiser Voraussicht auch ortsgenau verzeichnen. Diese Erzproben hat er nun für Untersuchungen zur Verfügung gestellt.
Für eine makroskopische und mikroskopische Untersuchung der Proben benötigen wir eine petrografisch-mineralogische Fachmeinung, um deren Potenzial in Hinblick ihrer Aussagefähigkeit zur Lagerstätte in Dippoldiswalde bewerten zu können. Hier kommt dem Landesamt für Archäologie Sachsen der enge kollegiale Kontakt mit der Sektion Petrographie am Museum für Mineralogie und Geologie der Senckenberger Naturhistorischen Sammlungen Dresden zugute. Der große Vorteil liegt hierbei in der unmittelbaren Nachbarschaft beider Institutionen, da die Erzproben nur leihweise zur Verfügung gestellt werden können.
Ein erstes Treffen zur Begutachtung der Erzproben fand bereits zu einem sehr frühen Zweitpunkt des neuen Jahres statt. Schnell wurde klar, dass bei der Vielzahl der Proben zuerst eine makroskopische Bewertung und Auswahl getroffen werden muss, um gegebenenfalls weiterführende Analysen vornehmen zu können.
Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Senckenberger Naturhistorischen Sammlungen erhofft sich das Team ArchaeoMontan einem Informationsgewinn zur Lagerstätte und Paragenese von Dippoldiswalde und die Beantwortung der Frage, ob noch Silber oder andere silberhaltige Minerale in den Erzresten vorhanden sind.


