Zum Inhalt springen

ArchaeoMontan nimmt an der 13. ICOM-Restauratorenkonferenz zu Wet Organic Archaeological Materials (WOAM) 2016 in Florenz teil

Internationale Restauratorenkonferenz ICOM-CC Wet Organic Archaeological Materials in Florenz, © LfA Sachsen

Auf der internationalen Restauratorenkonferenz ICOM-CC Wet Organic Archaeological Materials in Florenz vom 16.-21.05.2016 stellte sich auch das Restaurierungslabor des ArchaeoMontan-Projektes vor. Die hochrangig besetzte Konferenz der Working-Group Wet Organic Archaeological Materials findet im 3-Jahres Rhythmus statt und stellt die wichtigste Informationsplattform zu aktuellen Forschungen und Methoden in der Konservierung und Restaurierung von archäologischen Nassfunden, wie zum Beispiel Holz, Leder und Textil, allesamt Fundgattungen, die auch in den mittelalterlichen Bergwerken von Dippoldiswalde und Niederpöbel geborgen werden.

Auf der Konferenz wurde das ArchaeoMontan-Projekt mit seinem Arbeitsschwerpunkt: Weiterentwicklung von Konservierung- und Restaurierungsmethoden mittels einer vielbeachteten Posterpräsentation sowie einem Tagungsbeitrag in Aufsatzform mit dem Titel `Watterlogged wood from medieval mines´ vorgestellt. Darin wurden dem internationalen Fachpublikum  die Einzigartigkeit der Befunde und der Holzfunde aus Dippoldiswalde und Niederpöbel und die angewendeten Konservierungs- und Dokumentierungsverfahren erläutert.

In mehr als 70 Vorträgen und Posterbeiträgen diskutierten etwa 130 Fachleute neueste Forschungsergebnisse, Entwicklungen und Verfahren der Konservierung und Restaurierung von Nassorganikfunden. Für das ArchaeoMontan-Restaurierungslabor waren die Ausführungen zur Entfernung von Eisenionen aus Holzobjekten vor dem Konservierungsbad mit PEG, die Konservierung von Nassleder mit PEG mittels einer neuen schonenderen Trocknungsmethode sowie die Weiterentwicklung der Vakuumgefriertrocknungsmethode neben dem aktuellen wissenschaftlich-fachlichen Austausch außerordentlich wichtig.

Dipl. Rest. Liane Albrecht