Die Forschungen des ArchaeoMontan-Projektes standen in den vergangenen Tagen gleich zweimal im Fokus von Filmaufnahmen.
Schon seit mehreren Monaten laufen die Dreharbeiten des Regisseurs Petr Miksicek von der Filmproduktion "Bestsequence". Er dreht im Auftrag des ArchaeoMontan-Projektes einen Film, der den Besuchern der künftigen Infopoints in Krupka und Dippoldiswalde die Arbeit der Archäologen vorstellen sowie den Bergbau im Mittelalter näher bringt. Nach den Dreharbeiten im Gelände, waren jetzt die spektakulären Funde in der Ausstellung Silberrausch und Berggeschrey an der Reihe. Danach wurden noch Aufnahmen am "Tatort" selbst, den Bergwerken von Dippoldiswalde gedreht.
Einem anderen interessanten Thema widmete sich das Filmteam von MDR. Das folgte den Spuren Georgius Agricolas bei seiner Reise nach Jáchymov/Sankt Joachimsthal. Neue archäologische Forschungsergebnisse lassen den Schluss nahe, dass Agricola dabei auch Annaberg besuchte.
Der Humanist und Gelehrte wirkte und lebte mehrere Jahre in Jáchymov, wo aus Gesprächen mit befreundeten Bergbaufachleuten sein erstes grundlegendes Werk "Bermannus sive de re metallica" entstand. Diese Arbeit darf als Grundstein für sein epochales Werk "De re metallica libri XII" bezeichnet werden, das jahrhundertelang als eines der wichtigsten Nachschlagewerke im Bergbau diente.
Im Rahmen des ArchaeoMontan-Projektes finden derzeit Grabungen in Jáchymov statt, wobei Baustrukturen aus der Zeit Georgius Agricolas freigelegt wurden. Hier bot sich eine einmalige Chance für das Fernsehteam, die Grabung zu filmen. Auch die Funde der Metallurgie, des Probier- und des Münzwesens, die jüngst im ehemaligen Franziskanerkloster in Annaberg freigelegt wurden, gehören in die Zeit Agricolas und finden sich teilweise in seinem Werk "De re metallica libri XII" eins zu eins wieder!
Die Reportage ist in der <link http: www.mdr.de mediathek fernsehen video-109180_zc-7748e51b_zs-1638fa4e.html external-link-new-window external link in new>MDR Mediathek zu sehen.







