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Vortrag: Die Zinnseifen bei den Greifensteinen. Eine Bergbaulandschaft neu entdeckt - Referent Dr. Manfred Böhme

Im Rahmen der gemeinsamen Vortragsreihe des LOHGERBER MUSEUMS & GALERIE Dippoldiswalde und des Museums für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge (MiBERZ) war Dr. Manfred Böhme als Referent am 30. Juni zu Gast. Mit seinem Fachvortrag bereicherte er das abwechslungsreiche Programm, das regelmäßig spannende Einblicke in die Bergbau- und Regionalgeschichte sowie die Kultur des Erzgebirges bietet.

Veranstaltungsort:

LOHGERBER MUSEUM & GALERIE Dippoldiswalde
Freiberger Straße 18
01744 Dippoldiswalde

Ein Mann steht an einem Pult und präsentiert in einem Raum mit hohen Decken. An einer Wand ist eine Projektionsleinwand zu sehen, auf der Informationen zu einem Projekt angezeigt werden. Im Vordergrund sind Teilnehmer zu sehen, die ihm zuhören.

Zum Vortrag:

Die Zinnlagerstätte bei Ehrenfriedersdorf wurde bis 1990 abgebaut. Nach etwa 500 Jahren bergmännischer Arbeit war der Sauberg in seinen oberen Etagen weitgehend ausgehöhlt. Die Anfänge der Gruben waren im 15. Jahrhundert. Aber das war nicht der Beginn der Zinngewinnung im Revier. Die mit dem Granitstock unter den Greifensteinen verbundenen Vorkommen waren schon länger bekannt. Das Erz gewann man zuerst in Seifenwerken. Ab wann und in welchen Epochen man mit dieser Technologie arbeitete, war die Aufgabe des Forschungsvorhabens von ArchaeoTin.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Zweigen ergibt sich ein umfassendes Bild zu Abbauweisen, Metallurgie und Landschaftsveränderungen. Dr. Manfred Böhme vom Landesamt für Archäologie Sachsen hat hierzu Ergebnisse der im Gelände stattgefundenen Untersuchungen vorgetragen.