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Projekt ArchaeoTin für die Kleinsten

Zinn aus der Erde waschen wie im Mittelalter? Beim Gartenfest der Rudolf-Koblic-Grundschule wurde genau das zum Mitmach-Experiment. Die Kinder testeten verschiedene Methoden des Zinnseifens und entdeckten spielerisch, wie viel Erfahrung und Technik dahintersteckt.

Eine junge Frau in einem schwarzen Kleid gießt Wasser aus einer Gießkanne in ein Holzbehälter, während sie an einem Tisch im Freien steht. Im Hintergrund sind Pflanzen und ein Informationsplakat zu sehen.
Eine Helferin des Archaeoclubs testet unsere Tuchwaschrinne.
Ein Mann sitzt am Rand eines blauen Wassertanks und zeigt Kindern, wie man mit einem Sieb arbeitet. Zwei Mädchen beobachten interessiert, während ein weiteres Kind mit einem grünen Eimer daneben steht. Im Hintergrund sind weitere Personen. Das Gelände ist im Freien, mit Gras und Bäumen.
Die Kinder schlüpfen in die Rolle mittelalterlicher Seifner.

Wie man Kindern die Prinzipien des Zinnseifens erklärt? Ganz einfach – durch ein Experiment. Im Rahmen des Gartenfestes der Rudolf-Koblic-Grundschule in Kadaň, am 18. Juni 2026, wurde zwischen den einzelnen Workshops und Aufgaben auch eine Station für prähistorische und mittelalterliche Zinnseifner eingerichtet. Unter der Leitung des Archäologen K. Derner vom Institut für archäologische Denkmalpflege Nordwestböhmen (ÚAPP SZČ, v. v. i.) und seinen Helfern – den Kindern des Archäoclubs Kadaň – sollten die Besucher ein vorbereitetes Gemisch aus Erde und Zinnstücken auswaschen. Sie konnten so die Ergiebigkeit und die Effizienz des Seifens mit einer Waschpfanne und einem einfachen Modell einer hölzernen Tuchwaschrinne (Seifenrinne) vergleichen. Die Waschrinne erwies sich als die mit Abstand schnellste, aber aufgrund des Zinnverlusts auch als die risikoreichste Methode. Es zeigte sich, dass ein wirklich effektives Auswaschen große Erfahrung erforderte, insbesondere beim Ausloten der Rinnenneigung und des Wasserdurchflusses in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Waschmaterials. Den Kindern wurden auch der Zweck dieser Arbeit, ihre physikalischen Prinzipien sowie die Ziele des laufenden Projekt ArchaeoTin erklärt.