Auf der Leipziger Buchmesse 2026, die vom 16. bis 22. März stattfindet, stellen die Herausgeberinnen und Autorinnen Christiane Hemker und Betina Meissner den Begleitband zur Ausstellung „Zinn und Sein – Eine archäologische Spurensuche im Erzgebirge“ vor. Die Präsentation findet am Samstag, den 21. März, zwischen 11:00 und 11:30 Uhr - Forum Sachbuch: Wissen (Halle 2, C601) statt. Die Publikation hat der Verlag Beier & Beran herausgegeben, an der Veranstaltung nehmen Vertreter der Zinngrube Ehrenfriedersdorf und des Landesamtes für Archäologie Sachsen teil. Alle sind herzlich eingeladen.
Zu den wichtigsten montanarchäologischen Entdeckungen in Europa zählt der Nachweis, dass im sächsisch-böhmischen Erzgebirge bereits während der Bronzezeit Zinn abgebaut wurde. Die noch heute in den Wäldern verborgenen Überreste von Zinnseifen können Zeugnisse eines frühen prähistorischen, aber auch eines mittelalterlich-frühneuzeitlichen Tagebaus sein. Viele dieser Relikte befinden sich in Gebieten des UNESCO-Welterbes „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ und sind denkmalpflegerisch zu bewahren.
In diesem Buch werden daher auch neue, weitgehend zerstörungsfreie Methoden vorgestellt, die Montanarchäologinnen und Naturwissenschaftlerinnen im deutsch-tschechischen ArchaeoTin-Projekt zur Erforschung des Zinnseifen-Bergbaus anwenden. Die Publikation dient darüber hinaus einer populärwissenschaftlichen Vermittlung rund um das montanarchäologisch, prähistorisch und historisch bedeutsame Thema Zinnbergbau.

