Das deutsch-tschechische ArchaeoMontan-Projekt richtete unter der Ägide des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) der TU Bergakademie Freiberg am 20. Juni einen Workshop zu GIS-Anwendungen in der Montanarchäologie aus. Das IWTG ist einer von insgesamt neun Projektpartnern in ArchaeoMontan. Der Workshop diente dem fachlichen Austausch zu den Anwendungsmöglichkeiten und neuesten Entwicklungen Geographischer Informationssysteme (GIS) in der montanarchäologischen Forschung.
Im Senatsaal der TU Bergakademie Freiberg begrüßte Herr Dr. Pohl (IWTG) über 50 Teilnehmer des gut besuchten Workshops, die sich aus Zuhörern der Bergakademie Freiberg, Fachkollegen unterschiedlichster Institutionen sowie den Projektpartnern zusammensetzten.
Zur Einstimmung stellte die Leiterin des Projektes Frau Dr. Hemker die Aufgaben und Forschungsschwerpunkte von ArchaeoMontan vor. Anschließend berichtete Herr Dr. Karl‐Heinz Löbel aus dem Institut für Markscheidewesen und Geodäsie Freiberg von den Potenzialen verschiedener GIS-basierter Programme und stellte einige praktische Anwendungsbeispiele vor. Herr Pacina von der Jan-Evangelista-Universität in Ústí nad Labem zeigte an einem praktischen Beispiel die Verknüpfung digitalen Karten mit der wissenschaftlichen Datenbank, die im Zuge des ArchaeoMontan-Projektes aufgebaut wird. Die Nutzung von GIS-Anwendungen im Rahmen der Arbeiten für das UNESCO-Welterbe-Projekt wurden von Frau Julia Patzek vom IWTG vorgetragen.
Das Nachmittagsprogramm rundeten die spannendenden Beiträge von Ondřej Malina vom tschechischen Nationalen Institut für Denkmalpflege sowie Kryštof Derner vom Institut für archäologische Denkmalpflege Nordwestböhmens in Most ab. Beide Referenten berichteten von ihren Erfahrungen mit der Verschneidung GIS-basierter sowie geodätischer Daten und historischer Karten zur Untersuchung und Dokumentation montanarchäologischer Relikte.
Dem Anlass entsprechend konnten die noch druckfrischen Ausstellungswände zur Präsentation des ArchaeoMontan-Projektes im Foyer des Hauptgebäudes der TU Bergakademie Freiberg erstmals gezeigt werden.
Das Projekt wird durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.




