Sie befinden sich hier

11.02.2019 13:41

Vortrag am 23.03.2019: Dippoldiswalder Töpferhandwerk des 18. Jahrhunderts

Archäologin Anne Barth stellt im Rahmen der Vortragsreihe Museum ihre Publikation zu dem Dippoldiswalder Töpferhandwerk des 18. Jahrhunderts vor.

Der Band erschien 2018 in der Reihe der Veröffentlichungen des LfA im Rahmen des ArchaeoMontan-Projektes. © Landesamt für Archäologie

Lange Zeit war nicht bekannt, dass bereits im 16./17. Jahrhundert in der osterzgebirgischen Stadt Dippoldiswalde aufwändig dekorierte Steinzeuggefäße hergestellt wurden. In den Jahren 1991 bis 1993 wurden bei Notbergungen in Dippoldiswalde über 100 Kisten Keramik zusammengetragen, die lange unbeobachtet auf dem Dachboden des dortigen Stadtmuseums lagerten. Die Archäologin Anne Barth erfasste und untersuchte diese Objekte systematisch und fand Erstaunliches heraus: Im 16. und 17. Jahrhundert war die Stadt ein florierendes Töpfereizentrum, in dem hochwertiges und begehrtes Steinzeug produziert wurde.
Noch heute zeugen die aufwändig gearbeiteten  Dippoldiswalder Steinzeugkrüge, die sich in  Sammlungen auf der ganzen Welt finden, von deren Qualität und Beliebtheit. Die Autorin studierte in Bamberg die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Von 2012 bis 2017 war sie Projektmitarbeiterin des ArchaeMontan-Projektes, das sich der Forschung zum mittelalterlichen Bergbau in Sachsen und Böhmen widmet und in dessen neuer Publikationsreihe diese reichbebilderte Arbeit erschienen ist.

Am 23.03.2019, um 19:00. Veranstaltungsort: Dippoldiswalde, Alte Pforte