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03.09.2018 16:44

Erfolgreicher Projektabschluss in Dippoldiswalde

Auf der internationalen Fachtagung „ArchaeoMontan 2018. Das Erzgebirge im Fokus der Montanarchäologie“ wurden der Öffentlichkeit die Ergebnisse und neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse des Projektes vorgestellt.

Von: Ivonne Burghardt

Christiane Hemker führt in das Thema Montanarchäologie im Erzgebirge ein.

Ivonne Burghardt stellt das mittelalterliche Bergrecht im Erzgebirge vor.

Petr Hrubý zieht das Resümee des Projektes.

Vom 23. bis 24. August 2018 veranstaltete das Landesamt für Archäologie Sachsen in Dippoldiswalde die internationale Fachtagung „ArchaeoMontan 2018. Das Erzgebirge im Fokus der Montanarchäologie“ im Kulturzentrum Parksäle des Projektpartners Dippoldiswalde. In einem sehr dichten und abwechslungsreichen Programm wurden den Teilnehmern in insgesamt 24 Vorträgen die Ergebnisse des Projektes ArchaeoMontan vorgestellt und damit die interdisziplinären Forschungen zu Bergbaurelikten im deutsch-tschechischen Erzgebirge präsentiert.

Anerkannte deutsche und tschechische Fachkollegen stellten den 180 Tagungsteilnehmern u.a. die aktuellen Ergebnisse archäologischer Untersuchungen vor, darunter die neuendeckte Bergbausiedlung Vorderer Grünwald im Osterzgebirge oder die Bergbauwüstung Kremsiger im tschechischen Teil des Erzgebirges. In den Vorträgen der Historiker standen vor allem wirtschaftliche und demografische Entwicklungen im Montansektor im Vordergrund. Viele interessante und aufschlussreiche Vorträge von Geologen, Anthropologen, Paläobotaniker und Geoinformatiker zeigten darüber hinaus das breite Spektrum von wissenschaftlichen Disziplinen, die aktuell zur Erforschung des mittelalterlichen Bergbaus angewendet werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes „ArchaeoMontan“ galt der Vermittlung dieser Ergebnisse für die Öffentlichkeit. In diesem Zusammenhang wurde beispielsweise gezeigt, wie die mittelalterlichen Bergwerke mithilfe virtueller Realität erfahrbar gemacht werden können. Ein Höhepunkt der Tagung war die feierliche Eröffnung des Museums für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge (MIBERZ) im Schloss Dippoldiswalde, die am Abend des ersten Konferenztages stattfand.

Über das Projekt:
Das durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanzierte Projekt „ArchaeoMontan 2018 – mittelalterlicher Bergbau in Sachsen und Böhmen“ setzte im Jahre 2015 an das erste ArchaeoMontan-Projekt 2012–2015 an, welches im Rahmen des Ziel3-Programms der Europäischen Union gefördert wurde. Im laufenden Projekt arbeiteten und forschten neun deutsche und tschechische Institutionen zusammen. Im Fokus des Interesses der Wissenschaftler stand die Dokumentation und Interpretation mittelalterlicher Bergbauspuren sowie die Erforschung der Umwelt der mittelalterlichen Bergleute.

Projektzeitraum: 1. 9. 2015 – 31. 8. 2018.

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Parksäle, Dr.-Friedrichs-Str. 25, 01744 Dippoldiswalde

Datum: 23. bis 24. August 2018