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26.11.2019 07:58

Die Welt unter Tage virtuell erleben: Eröffnung der VR-Medienstation im MiBERZ

Die mittelalterlichen Bergwerke von Dippoldiswalde sind Bestandteil des UNESCO Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří und stellen die ältesten Bergbauzeugnisse des Erzgebirges dar. Da sie für Besucher nicht zugänglich gemacht werden können, wird man die Bergwerke zukünftig mithilfe moderner Technik erkunden und erleben können. Die ersten zwei Bausteine des digitalen Informationssystems für das UNESCO-Weltkulturerbe wurden am 19. November 2019 im MiBERZ – Museum für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge eröffnet.

Museumsleiterin Linda Burghardt (li.) und Dr. Christiane Hemker (r.), Projektleiterin VirtualArch am Landesamt für Archäologie Sachsen, eröffnen die VR-Medienstation im MiBERZ (© LfA).

Auch Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois ist begeistert von den neuen digitalen Möglichkeiten im MiBERZ (© LfA).

Eine Schülerin des "Glückauf"-Gymnasiums in Dippoldiswalde testet die neue VR-Medienstation (© LfA).

Hashtag nicht vergessen - nicht nur die Schüler, auch das MiBERZ ist auf den sozialen Medien Instagram und Facebook unterwegs! (© LfA)

Arbeiten wie ein Bergmann im Mittelalter – das können ab jetzt alle Interessierten im MiBERZ – Museum für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge in Dippoldiswalde. Vor den Originalfunden in den Vitrinen, ausgerüstet mit VR-Brille und Controller, kann der Besucher künftig zum digitalisierten Gezähe greifen und Silber in einem virtuellen Bergwerk abbauen. Die komplett künstlich geschaffene Welt basiert auf den Forschungsdaten der Montanarchäologen beim Landesamt für Archäologie Sachsen und wurde im Rahmen des internationalen VirtualArch-Projektes umgesetzt.

Zusammen mit der Software-Entwicklungsfirma GTV – Gesellschaft für Technische Visualistik wurde ein Konzept erarbeitet, mit denen Museumsbesucher permanent und ohne Betreuung in die virtuelle Realität abtauchen können. Zusätzlich zur neuen VR-Medienstation wurde das digitale Medienangebot des MiBERZ um einen audiovisuellen Rundgang erweitert. Direkt am eigenen Smartphone oder am ausleihbaren Tablet erhalten Besucher tiefergehende Informationen zu den ausgestellten Objekten. Animationen, Audio- und Videodateien sowie originale Fundfotos ergänzen den Museumsbesuch. Zeitnah wird dieser durch eine eigene Kinderebene ergänzt, in der spielerisch durch die Ausstellung geführt wird.

Damit präsentiert sich das MiBERZ als hochmodernes Museum, das auch Attraktivität für junge Besucher bietet. So waren Schüler des "Glückauf"-Gymnasiums in Dippoldiswalde begeistert von den digitalen Möglichkeiten des Museums und machten sich direkt an die „virtuelle Arbeit unter Tage“. Vor allem waren sie überrascht von dem, was ihre Heimat zu bieten hat und können sich die Einbindung des Museums in den Unterricht gut vorstellen.

Kerstin Körner, Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde und  Andrea Dombois, Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags, freuten sich über die erfolgreiche Umsetzung für den Welterbestandort Dippoldiswalde im Rahmen der Projekte des Landesamtes für Archäologie Sachsen. Weitere Bausteine des digitalen Informationssystems folgen im Frühjahr 2020.