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07.10.2019 09:00

Betriebsausflug des LfA: Zu Gast bei den Kirchberger Bergbrüdern

Der diesjährige Betriebsausflug des Landesamtes für Archäologie Sachsen führte ins Bergbaugebiet Schneeberg, seit diesem Jahr Bestandteil des UNESCO-Welterbes. Die mittelalterliche Bergstadtwüstung Fürstenberg im Hohen Forst bei Kirchberg war Ziel des Ausflugs.

Nach Ankunft der LfA-Belegschaft erläutern Christiane Hemker und Wolfgang Prehl am Vereinshaus der Bergbrüder den Programmablauf und geben eine Einführung (© LfA Sachsen).

Christoph Lobinger stellt die Applikation zur virtuellen Darstellung des untertägigen Bergbaus in Dippoldiswalde vor (© LfA Sachsen).

Der Natur- und Bergbaulehrpfad wurde ehrenamtlich durch den Verein erstellt und führt durch das umliegende Waldgebiet (© LfA Sachsen).

Auf dem Weg zu Turmhügelburg und Bergstadt… (© LfA Sachsen).

… an deren Wall-Graben-Anlage Matthias Schubert Form und Funktion des Bodendenkmals erklärt (© LfA Sachsen).

Blick auf das sogenannte „Bergmeister-Areal“, einem extra umfriedeten Bereich innerhalb der Wall-Graben-Anlage (© LfA Sachsen).

Aussicht vom Lehrpfad auf Langenweißbach, OT Weißbach (© LfA Sachsen).

Untertage im aufgefahrenen Stolln (© LfA Sachsen).

Kombination von topografischer Karte und LiDAR-Oberflächenmodell: 1 Wall-Graben-Anlage; 2 Pingenzug; 3 Turmhügelburg (© LfA Sachsen und GeoSN).

Die wüst gefallene Bergstadt mit ihrem imposanten umfassenden Graben und die unmittelbar benachbarte Turmhügelburg sowie das Vereinsbergwerk „Engländerstolln“ – Relikt des mittelalterlich-neuzeitlichen Bergbaus als auch der Zwangsarbeit englischer Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg – werden ehrenamtlich von den Kirchberger Bergbrüdern (Kirchberger Natur- und Heimatfreunde des NABU Deutschlands, Ortsgruppe Kirchberg e. V.) betreut, die in unzähligen Stunden sowohl die Besichtigung des Vereinsbergwerks ermöglicht, als auch einen Natur- und Bergbaulehrpfad eingerichtet haben. Christiane Hemker, Heide Hönig, Matthias Schubert sowie die Bergbrüder – stellvertretend sei hier ihr Vorsitzender Wolfgang Prehl genannt – führten ober- und untertägig durch das Gelände.

Neben der Besichtigung des Stollnsystems und des obertägig sichtbaren Bodendenkmals bestand die Möglichkeit, den mittelalterlichen Bergbau in Dippoldiswalde virtuell per App erleben zu können (vorgestellt vom Projekt VirtualArch, Christoph Lobinger und Christine Splissgart), als auch – direkt am Bodendenkmal – virtuelle Rekonstruktionen einer mittelalterlichen Turmhügelburg und einer mittelalterlichen Bergstadt durch eine VR-Brille zu betrachten.

Ein gemeinsames Mittagessen mit vielfältigen Möglichkeiten zu Diskussion und Nachfrage rundete das Programm ab, bevor die Reise zurück nach Dresden, nicht ohne Zwischenstopp beim HARIBO Fabrikverkauf in Wilkau-Haßlau, ging.

Allen Organisatoren und Mitwirkenden, insbesondere den Kirchberger Bergbrüdern, sei herzlich gedankt!