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01.04.2016 16:24

Besuch des umfangreichsten montanhistorischen Archivs montan.dok in Bochum

ArchaeoMontan informiert sich über die Arbeit des montanhistorischen Dokumentationszentrums montan.dok in Bochum

Dr. Stefan Przigoda (montan.dok), Wendy Eixler M.A. (Ausstellungsleiterin Projekt ArchaeoMontan 2018), Dr. Christiane Hemker (Projektleiterin ArchaeoMontan), Dr. Michael Farrenkopf (Leiter montan.dok), Dr. Johann Friedrich Tolksdorf (Archäologe im Projekt ArchaeoMontan), Dr. Michael Ganzelewski (montan.dok) und Dipl.-Arch. Matthias Schubert (Teamleiter Dresden im Projekt ArchaeoMontan).

Wenn 2018 die letzte Steinkohlezeche im Ruhrgebiet schließt, wird der Bergbau in der Region ein genauso umfangreiches wie vielfältiges materielles Erbe hinterlassen. Von Baudenkmalen über Großgeräte bis hin zu künstlerischen und schriftlichen Zeugnissen sollen die Spuren des bald historischen Bergbaus in repräsentativen Ausschnitten erhalten und der Forschung zugänglich gemacht werden. Dieser komplexen Aufgabe widmet sich seit 2001 das sechsköpfiges Team des montanhistorischen Dokumentationszentrums montan.doc um Dr. Michael Farrenkopf. Es ist am Deutschen Bergbaumuseum Bochum angesiedelt und schließt an die Arbeit des bereits 1969 gegründeten Bergbau-Archivs Bochum an.

Sehr ähnliche Ziele verfolgt auch das Projekt ArchaeoMontan, das mit dem Zentrum für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge (ZmBE) den Aufbau einer langfristigen Archiv- und Forschungsinfrastruktur unterstützen wird. Um für diese Aufgabe von den Erfahrungen der Kollegen in Bochum zu profitieren, besuchten am 24.03.2016 Mitarbeiter des Projektes Archaeomontan das montan.doc in Bochum. Anhand von Projektbeispielen erläuterten Dr. Michael Farrenkopf, Dr. Stefan Przigoda und Dr. Michael Ganzelewski die Herausforderungen, die bei der Erhaltung und Erschließung eines aufgrund der vielfältigen Zusammensetzung  seiner Sammlungen so heterogenen Forschungsarchivs bestehen. Besonders die vorhandene und geplante Infrastruktur muss diesen Anforderungen Rechnung tragen. Von besonderem Interesse waren Erfahrungsberichte, wie unterschiedlichste Archivobjekte mit einer Datenbank möglichst umfassend für zielgerichtete, teils themenbezogene Recherchen erschlossen werden können.

Die so bereits anhand erster praktischer Eindrücke gewonnenen Anregungen aus dem umfassendsten und ältesten Archiv zur Bergbaugeschichte in Deutschland werden in die weiteren Konzeptionen des Projektes ArchaeoMontan einfließen.

Mehr zu montan.dok finden Sie hier.