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09.09.2020 12:58

Abschlusstagung des Projektes Archiv-Net

Am 4. September 2020 fand im Landesamt für Archäologie Sachsen in Dresden die Abschlusstagung des deutsch-tschechischen Projektes »Archiv-Net« statt. Die Tagung wurde erstmals im Rahmen einer Videokonferenz ausgerichtet, um zahlreichen interessierten Wissenschaftlern und Fachleuten trotz Corona die Teilnahme zu ermöglichen.

Ausrichtung der Abschlusskonferenz als Videokonferenz. Eine kleine Anzahl der Tagungsteilnehmer fand sich unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften in Dresden-Klotzsche zu Organisation und Vortrag ein (© LfA).

Das grenzübergreifende tschechisch-deutsche Projekt »Archiv-Net« mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen als Lead-Partner und dem Archäologischen Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag als Kooperationspartner wurde von 2018 bis 2020 durchgeführt.
Projektziel war die Untersuchung von kulturhistorischen Sammlungen und Archiven mit bergbaurelevanten Objekten oder Schriftgut aus dem sächsisch-böhmischen Erzgebirgsraum hinsichtlich ihrer Zugangs- und Anwendungsoptionen für unterschiedlichste Nutzer.
Mithilfe einer Pilotstudie wurden zudem die regionalen und überregionalen Einflüsse auf die sächsischen und böhmischen Bergbauzentren während des Mittelalters und der frühen Neuzeit untersucht. Ziel war es hier, das Aussagepotential von materiellen und schriftlichen Quellen für künftige Forschungen festzustellen.
Denn bei den seit 2012 im gesamten Erzgebirgsraum durchgeführten montanarchäologischen, montanhistorischen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen des Landesamtes für Archäologie Sachsen wurden und werden mitunter Befunde und Funde angetroffen, die auf einen regen Kulturtransfer zwischen regionalen und europäischen Montanrevieren sowie bedeutenden städtischen Handelszentren während dieser Perioden schließen lassen.
Auf der Konferenz stellten tschechische und deutsche Archäologen, Historiker und Anthropologen die wesentlichen Aspekte und Ergebnisse sowie künftige Forschungsansätze vor.